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Stillen – das Beste fürs Kind

Die Muttermilch

Stillen ist das Beste für ein Neugeborenes. Doch nicht automatisch nach der Geburt hat man schon Muttermilch. Um so wichtiger ist es jedoch, das Neugeborene sofort nach Geburt anzulegen, damit man die Milchbildung anregt. Der Milcheinschuss erfolgt dann ab dem 2. Tag, kann sich jedoch auch bis zu einer Woche hinziehen. Dies merkt man, wenn die Brust anfängt zu spannen und heiß zu werden.

Die erste Milch, ist die Vormilch, das Colostrum. Diese Milch wird als erstes gebildet und enthält alle Nährstoffe, die das Neugeborene benötigt. Sie ist noch nicht so fettig, hat jedoch alle Antikörper die das Baby braucht um einen Schutz gegen Krankheitserreger zu bilden.

Mit Milcheinschuss bildet sich die sogenannte Übergangsmilch. Sie ist fettiger und enthält mehr Kohlenhydrate als die Vormilch. Sie reicht aus um das Baby am Anfang zu sättigen.

Die reife Frauenmilch bildet sich erst ab der 3. Woche. Sie ist weiß und kann sogar eine fast durchsichtige Färbung annehmen.

Die Muttermilch ist je nach Entwicklungsstufe des Säuglings unterschiedlich zusammengesetzt um den jeweiligen Bedarf an Nährstoffen voll zu decken. Ausserdem ist Muttermilch gesund und enthält laut einer Studie auch Wirkstoffe die das Krebsrisiko mindern sollen.

Stillpositionen

Das Wichtigste beim Stillen ist eine bequeme Haltung, sowohl für Mutter als auch für das Baby. Natürlich erfordert das Stillen auch Geduld, denn nicht jeder Tag ist gleich und manchmal lohnt es sich auch einmal verschiedene Positionen auszuprobieren.

Die klassische Variante ist das Stillen im Sitzen. Hierbei hält man den Kopf des Babys in der Armbeuge. Dabei sollte man bequem sitzen und als Stütze Kissen benutzen. Gut geeignet ist die Position für Babys die zum errechneten Termin und natürlich entbunden wurden. Bei einem Kaiserschnitt kann diese Position etwas schwierig sein.

Eine weitere Position im Sitzen ist der Kreuzgriff. Dabei wird der Kopf des Babys nicht in die Armbeuge gelegt. Vielmehr stützt man den Kopf mit der Hand und führt das Baby an die Brustwarze. Gut geeignet ist diese Position für Babys die sich anfangs etwas schwer tun mit dem Saugen, oder aber etwas zu klein sind.

Auch der sogenannte Fußballergriff ist eine Variante des Stillens im Sitzen. Dabei wird das Baby unter den Arm geklemmt und schaut sie an. Auch hier sollte man es dem Baby so bequem wie möglich machen und ein Kissen unter den Körper klemmen. Gut geeignet ist diese Position für Frauen nach einem Kaiserschnitt oder Zwillinge.

Die letzte Position ist, das Baby im Liegen anzulegen. Hierbei liegt der Säugling auf der Seite und man kann in leicht an die Brustwarze herandrücken. Besonders das nächtliche Stillen erfolgt meist im Liegen, da es am bequemsten ist.

Tipps für Stillprobleme

Das größte Stillproblem ist meist, dass man zuwenig Milch hat. Besonders häufig tritt es in Phasen eines Entwicklungsschubs auf. Die Kinder sind quengelig und kommen kurz nach dem Stillen schon wieder und haben Hunger.

Hier hilft meist ein häufigeres Anlegen, damit sich die Brust auf den erhöhten Bedarf einstellen kann. Auch Schüssler Salze helfen hier, besonders Calcium. Vorsichtig sein sollte man hingegen mit Stilltees. Ein übermäßiger Genuss kann sogar die Milchbildung hemmen. Natürliche Anregung für die Milchbildung kann auch Malzbier sein. Wichtig ist, dass man vor allem ausreichend trinkt, mindestens 2 Liter am Tag.

Auch ein Milchstau kann ein ernsthaftes Problem darstellen. Hierbei staut sich die Milch in der Brust und verursacht Fieber und Schüttelfrost. Es hilft hierbei Wärme, bei der man die Brust ausstreichen sollte um sie wieder weich zu machen. Danach empfiehlt sich Quark zur Kühlung. Wichtig ist, dass man Stress vermeidet um keinen Milchstau zu verursachen.

Wunde oder gar zerbissene Brustwarzen können auch für Stillprobleme sorgen. Gerade das häufige Anlegen am Anfang kann zu wunden Brustwarzen führen. Hier gilt, vor Milcheinschuss nie mehr als 10 Mal am Tag für maximal 20 Minuten pro Brust anlegen. Auch sollte man darauf achten, dass der Säugling nicht nur die Brustwarze sondern auch den Vorhof mit in den Mund nimmt. Abhilfe bei wunden Brustwarzen schafft Johanniskrautöl. Auch Muttermilch hilft auf natürliche Art und Weise.

Eher selten ist das Problem, dass Babys die Brust ablehnen. Dies kann vielfältige Ursachen haben. Ein übermäßiger Genuss von Knoblauch, stark riechende Kosmetika und Cremes können dafür verantwortlich sein. Die Brustwarzen sollten nur mit Wasser und Muttermilch gepflegt werden, um etwa einen Streik des Babys zu vermeiden.

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